Namenswahl

erschienen am 31.08.2011 in Basses Blatt

Adele hat, da Sandra und Peter bei der Geburt nicht miteinander verheiratet waren, automatisch Sandras Nachnamen als Geburtsnamen erhalten.

Peter stellt Sandra die Heirat in Aussicht und dringt darauf, dass Adele schon jetzt seinen Nachnamen erhält. Auch möchte er die gemeinsame elterliche Sorge.

Sandra ist unsicher und lässt sich von Rechtsanwältin B. beraten.

Rechtsanwältin B. erklärt ihr, dass sie durch Erklärung dem Standesamt gegenüber Adele Peters Namen erteilen kann, da Peter damit einverstanden ist. Auch die Mitsorge könne unproblematisch beim Jugendamt eingerichtet werden. Rechtsanwältin B. weist aber darauf hin, dass, wenn die Beziehung in die Krise geraten sollte, es schwierig werden könnte, all dies wieder rückgängig zu machen.
Sandra setzt sich nach etwas Bedenkzeit über die Einwände hinweg und erteilt Adele Peters Namen.

 

§ 1617a Geburtsname bei Eltern ohne Ehenamen und Alleinsorge

(1) Führen die Eltern keinen Ehenamen und steht die elterliche Sorge nur einem Elternteil zu, so erhält das Kind den Namen, den dieser Elternteil im Zeitpunkt der Geburt des Kindes führt.

(2) Der Elternteil, dem die elterliche Sorge für ein unverheiratetes Kind allein zusteht, kann dem Kind durch Erklärung gegenüber dem Standesamt den Namen des anderen Elternteils erteilen. Die Erteilung des Namens bedarf der Einwilligung des anderen Elternteils und, wenn das Kind das fünfte Lebensjahr vollendet hat, auch der Einwilligung des Kindes. Die Erklärungen müssen öffentlich beglaubigt werden. Für die Einwilligung des Kindes gilt § 1617c Abs. 1 entsprechend.

 

Wenige Wochen später feiern Sandra und Peter im Kreise der Familie ihre Verlobung.

 

Peter schenkt Sandra als Zeichen seiner Liebe einen wertvollen Goldring, den schon seine Großmutter zur Verlobung bekommen hatte.

 

 

Fortsetzung folgt …

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