Geiz ist nicht immer geil!

erschienen am 14.12.2011 in Basses Blatt

Gerade in der Weihnachtszeit ist man oft auf der Jagd nach Schnäppchen versucht, Angebote in Anspruch zu nehmen, die sich später als weniger günstig herausstellen, als man gedacht hat.

So gibt es im Internet gut aufgemachte Seiten, die sehr professionell wirken, auf denen man Produkte erstehen kann, zu Preisen wie man sie im Einzelhandel sonst nicht erhält.
Oftmals bekommt man aber nicht das, was man erwartet.
So kann es beispielsweise sein, dass man bei windigen Internethändlern Markenprodukte kauft und sich später herausstellt, dass es sich um Fälschungen handelt.
Mitunter ist es dann so, dass man die Ware, selbst wenn sie abgeschickt worden sein sollte, nicht ausgehändigt erhält, weil der Zoll sie konfisziert.
Rechtlich ist die Situation dann zwar relativ einfach und klar; man ist betrogen worden und kann den Vertrag -wie die Juristen sagen - rückabwickeln. Aber wenn man gar nicht weiß, mit wem man eigentlich einen Vertrag geschlossen hat, dann ist das unmöglich.
Es muss deshalb eindringlich davor gewarnt werden, mit unbekannten Vertragspartnern Geschäfte gegen Vorkasse zu machen.

Setzt man zur Bezahlung eine Kreditkarte ein, kann man der erfolgten Abbuchung oftmals widersprechen, ist hier aber auch darauf angewiesen, dass das eigene Kreditkartenunternehmen einem zur Seite steht. Regelmäßig werden in solchen Fällen die Kreditkarten gesperrt, weil die Kreditkartendaten in betrügerische Hände gelangt sind und damit über den bereits eingetretenen Schaden hinaus weiter Schindluder getrieben werden kann.

Ist das Geld vorab überwiesen worden, wird man auf dem Schaden sitzen bleiben.

Und nicht nur das, man muss ja dann auch noch schauen, dass man das Geschenk, welches man besorgen wollte, sich anderweitig beschafft. Ein zusätzlicher Stressfaktor in der ohnehin von Betriebsamkeit geprägten Weihnachtszeit, auf den man besser verzichtet.

Darum gilt gerade auch bei der Schnäppchenjagd der Grundsatz: es ist nicht alles Gold, was glänzt.

Den Lesern von Basses Blatt und meiner Rubrik wünsche ich von solchen Erfahrungen verschont geblieben zu sein und T-Online ein schönes Weihnachtsfest.

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