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Jetzt nicht trennen! Der Selbstbehalt steigt!

erschienen am 22.12.2010 in Basses Blatt

Wer gegenwärtig Trennungsabsichten hat und verheiratet ist, sollte noch bis Januar mit der Trennung warten. Nicht nur weil Weihnachten bevorsteht, sondern auch weil ansonsten Steuervorteile verloren gehen können.

Erfolgt die Trennung erst im Jahre 2011, so können die Eheleute sich noch für das gesamte Jahr 2011 steuerlich gemeinsam veranlagen lassen und dadurch Geld sparen.

Mütter und Väter, die Unterhalt für ihre Kinder bekommen, sollten zudem wissen, dass ab Januar des Jahres 2011 der barunterhaltspflichtige Elternteil mehr von seinem Einkommen behalten darf. Der sogenannte „ Selbstbehalt“ steigt um 50,00 EUR.

Im Ergebnis wird also für die Unterhaltsberechtigten weniger Geld zur Verfügung stehen. Dies gilt jedenfalls dort, wo die finanziellen Verhältnisse des Unterhaltszahlenden beengt sind.

Es empfiehlt sich ohnehin, größere Ausgaben, die nicht überraschend sind, einzuplanen. Ich denke hier an Klassenfahrten und andere wichtige Ereignisse, die nicht verschoben werden können, wie Konfirmationen.

Man könnte meinen, dass der Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, sich an diesen Ausgaben beteiligen müsste. Dies ist aber nicht so.

Da es sich hier um planbare Ausgaben handelt,wird erwartet, dass derartige Ausgaben vom laufenden Unterhalt angespart werden.

Einen Rechtsanspruch auf die Beteiligung an den dafür notwendigen Ausgaben oder gar darauf, dass der Unterhaltsschuldner diese Ausgaben ganz allein trägt, gibt es nicht.

Glücklicherweise ist es aber für viele Eltern von Trennungskindern selbstverständlich, dass über solche Ausgaben nicht gestritten wird.

Ich wünsche allen Lesern meiner Beiträge ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch.
Bis zum nächsten Jahr!

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