Mediation

Seit mehr als zehn Jahren bin ich auch als Mediatorin tätig und habe verschiedene Projekte, die sich mit dem Mediationsgedanken beschäftigen, begleitet.

Wenn ich als Mediatorin engagiert werde, versuche ich den Beteiligten bei der einverständlichen Lösung ihres Konflikts zu helfen.

In familienrechtlichen Auseinandersetzungen bietet sich dieses Verfahren mitunter an, wenn verhindert werden soll, das gemeinsame Kinder unter dem Streit der Eltern leiden.

Ziel ist es von den Positionen zu den dahinter stehenden Interessen zu gelangen und hier für einen tragfähigen Ausgleich zu sorgen.

Wenn ich jemandem, der noch nie etwas von Mediation gehört hat, zu erklären versuche, was es mit der Mediation auf sich hat, bemühe ich oftmals folgende kleine Geschichte:

Zwei Kinder streiten sich um eine Apfelsine und laufen zu ihrer Mutter. Ohne zu fragen, um was es den Kindern eigentlich geht, welches Interesse sie jeweils verfolgen, schneidet sie die Apfelsine in zwei Hälften und gibt jedem Kind eine Hälfte. Eine scheinbar gerechte Lösung. Hätte sie sich aber erkundigt, was die beiden wollen, hätte sie erfahren, das das eine Kind mit der Schale etwas basteln möchte und das andere Kind nur den Saft haben wollte. Hätte sie nachgefragt und richtig zugehört, hätte sie dies erkennen und beide Kinder zufrieden machen können.

Das ist Mediation.